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Meine Strategie gegen Schreibblockade & Prokrastination

Zum ersten Mal habe ich diese Strategie bewusst angewendet, als ich meine Bachelorarbeit geschrieben habe und zeitgleich als Werkstudentin in einer Werbeagentur für viele Blogartikel zuständig war. Bei beidem wollte ich auf jeden Fall das beste Ergebnis herausholen und hatte nur begrenzte Zeit. Inzwischen ist die Methode zur Routine geworden. So geht’s bei mir. Bei Dir kann es natürlich ganz anders laufen.

Im ersten Schritt kümmere ich mich nur darum, den Inhalt zu skizzieren. Was ist das Ziel der Aufgabe und welche Bestandteile soll der Text haben? Überschriften und Keywords werden aufgelistet.

Dann folgt die Recherche. An diesem Punkt wird noch wild alles gelesen, markiert, kopiert und abgeschrieben, ohne viel Struktur. Es geht darum, das Thema zu erfassen und zu verstehen. Allerdings sammle ich schon die Links oder die Namen der Quellen, um sie später wieder zu finden.

Wenn ich gut Bescheid weiß, schreibe ich zu jedem der Unterüberschriften schon ein paar Stichpunkte oder Inhalte in einfachen Sätzen. Das heißt, ich weiß am Ende, welcher Inhalt wo hin gehört. Tun sich Fragen auf, kann ich nochmal in der Quelle nachlesen.

Im nächsten Durchgang wird der Text ausformuliert. Jetzt in Fließtext und mit Übergängen etc.

In weitere Durchlauf wird für Korrektur und Feinschliff genutzt. Wie kann der Satz noch besser formuliert werden, damit er in den Lesefluss passt. Welches Wort habe ich vielleicht zu häufig verwendet und kann es durch ein anderes ersetzen? Bringe ich hier noch irgendwo das Keyword unter? (bei SEO-Texten)

Ganz am Ende kümmere ich mich um die richtige Optik und Formatierung. Dann muss ich mich gar nicht mehr auf den Inhalt konzentrieren; kann dabei vielleicht sogar Musik hören. Auch Quellen werden nun vollständig angegeben, in der richtigen Schreibweise.

Keine verschwendete Zeit mehr …

Diesen Prozess habe ich anhand der Bachelorarbeit zum ersten Mal probiert, doch er funktioniert auch bei Landingpages, Blogartikeln (wie diesem) oder Ghostwriting-Projekten. Bei wichtigen Keywords, die sich aber etwas unnatürlich lesen, werde ich erst ganz am Ende kreativ und frage mich: Wie kann man diese noch hier einbauen, dass es stimmig bleibt? Oder muss ich sie doch umschreiben?

Links werden gesetzt, Wörter werden markiert, Bilder eingefügt.

Warum das gegen Schreibblockaden und Prokrastination hilft? Weil man sich immer nur auf einen Schritt konzentriert. An den nächsten oder den davor denke ich gar nicht mehr und so wird aus einer unüberschaubar großen Aufgabe nur eine Reihe von kleinen, eigentlich sehr leichten und entspannten To Do’s.

Kommt mir bei Schritt A ein Gedanke zu Schritt C, halte ich ihn irgendwo als Notiz fest. Dann ist er jetzt aus dem Kopf, kann aber später wieder verwendet werden.

Wie gehst Du vor? Oder strugglest Du noch mit diesem Thema?


Titelbild: Photo by freestocks on Unsplash
Uhr: Photo by Ralph Hutter on Unsplash

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