Kategorien
Allgemein

Warum ‚Baby got Business‘ mein Lieblings Business Podcast ist

Noch müssen wir ein bisschen Lockdown überstehen und noch haben wir dadurch die Chance, uns weiter zu bilden und Zeit mit Content wie Podcasts zu verbringen. Seit dem Start der Reihe mein Favorit: Baby got Business von Ann-Katrin Schmitz. Warum das so ist und was diesen Podcast in meinen Augen besonders macht, erzähle ich jetzt.

(Artikel enthält nicht bezahlte Werbung)

Ann-Katrin Schmitz wurde eigentlich an der Seite von Farina Opoku bekannt, als sie den Fashion Blog Novalanalove gegründet haben und auf Instagram damit durchgestartet sind. Sie kümmert sich um das Management von Farina und der Marke.

Heute gibt es viele ähnliche Seiten und Creator, doch damals (2014) waren sie ihrer Zeit weit voraus. So konnten sie eine Menge Expertenwissen ansammeln und nun gibt Ann-Katrin ihr Wissen weiter, zum Beispiel in Form von Workshops oder dem erwähnten Podcast ‚Baby got Business‘.

Seit dem ersten Lockdown kann ich es jedes Mal kaum abwarten, bis eine neue Folge draußen ist. Ein Grund dafür ist, dass die Gastgeberin mit ihren Podcast-Gästen immer sehr privat und unverblümt redet; so hat man auch in einsamen Wochen das Gefühl, etwas Gesellschaft bei sich zu haben. Ein weiterer Grund ist, dass Ann-Katrin sich wirklich gut mit der Materie Social Media Marketing auskennt, aus der Praxis heraus, und nicht nur ein paar andere Ratgeber zitiert. Der wichtigste Grund ist jedoch die Tonalität von ‚Baby got Business‘.

Eine Beispielfolge, Screenshot aus Spotify

Viele andere Podcasts, die einem bei der Gründung und Vermarktung des eigenen Business helfen wollen, haben nämlich einen ‚Vibe‘, der mich überhaupt nicht anspricht. Und ich frage mich, ob es euch ähnlich geht oder ob ihr diese anderen Tonalitäten bevorzugt.

  1. „Du musst nur atmen, dann kannst du alles.“
  2. „Tu dies, tu das, mach aber bloß nicht jenes!“
  3. „Weißt du, was ein Instagram ist?“

Du musst nur atmen, dann kannst du alles.

Diese Podcasts sind gut gemeint, doch in meiner Situation wenig hilfreich. Sie zielen darauf ab, Unsicherheiten zu beseitigen und den Zuhörern stattdessen Mut zu geben, sich zu präsentieren, zu networken, zu gründen. Doch ich bin mir schon längst sicher, dass ich es machen will, habe keine Angst, sondern habe es längst getan und meine Steuernummer in der Hand. Was mir jetzt fehlt, ist handfestes Praxiswissen durch echte Erfahrungen, keine warmen Worte. Dieses finde ich bei meinem Lieblings-Podcast. Die Storys bei ‚Baby got Business‘ inspirieren mich zudem von ganz allein, anstatt mir nur zu sagen, dass ich raus gehen und mich irgendwo inspirieren lassen soll.

Außerdem: Damit bin ich wohl eher die Ausnahme, doch ich finde es nicht immer gut, wenn jemand mir mantra-artig vorbetet, dass ich alles kann, wenn ich mich nur traue – ohne zu wissen, was ich wirklich kann oder worin ich gut bin.
Klicke ich mich in den nächsten Vortrag rein, sagt man mir, ich wäre auf jeden Fall ein guter Arzt, wenn ich es nur will – obwohl ich in Wahrheit keine Wunden ansehen kann?! Auch Mutmacher sollten realistisch bleiben, und mit einer positiven Einstellung kann ich leider keine Versicherungskosten bezahlen, geschweige denn verstehen.

Tu dies, tu das, mach aber bloß nicht jenes!

Diese zweite Kategorie beinhaltet handfestes Praxiswissen, doch anstatt sie einem als eine der möglichen Lösungen vorzuschlagen, wird man regelrecht angeschrien: Wenn du das nicht sofort umsetzt und alles andere, was du jemals gelernt hast, vergisst, ohhh, dann naht der Untergang….

Weißt du, was ein Instagram ist?

Die letzte der drei Stile, die ich bei Social Media und Marketing Beratern häufiger gesehen habe, sind die, bei denen ich mich selbst fälschlicherweise für die Zielgruppe halte, es aber nicht bin.

Folgendes Szenario: Ein*e Berater*in möchte ihren Kunden nicht nur einzelne Kurse etc. anbieten, sondern in einem Blog oder Podcast Basiswissen für die Allgemeinheit bereitstellen. Durch meine Filter Bubble werde ich allerdings auch auf die entsprechenden Beiträge geschubst – um dann zu sehen, dass darin erklärt wird, was ein Hashtag ist.

Foto von energepic.com von Pexels

Diese Art von Content ist wichtig und einer der Gründe, warum wir tun, was wir tun. Viele Unternehmen oder auch Privatpersonen kommen frisch in die Onlinewelt hinein. Doch für mich persönlich ist das Level von ‚Baby got Business‘ die bessere Alternative, da ich dort jedes Mal etwas wirklich Neues lerne.

Und wie ist dann der richtige Ton?

Das schöne an ‚Baby got Business‘ finde ich gerade, dass er sich gar nicht so sehr auf den Hörer fokussiert, sondern auf das Thema oder den Interviewpartner. Ich bekomme also nicht vorgeschrieben, was ich zu tun habe und es werden auch keine Behauptungen ohne Substanz über mich aufgestellt. Sondern ich komme an einen Ort, an dem ich ungezwungen von bereits erfolgreichen Menschen lernen kann. Einfach, indem ich ihren Geschichten und Meinungen zuhöre. Was ich dann daraus mache, bleibt mir überlassen. Und es fühlt sich einfach jedes Mal sehr persönlich und sympathisch an. Daher, dachte ich, muss so eine kleine Lobesrede mal sein.

Die Themen sind unter anderem: Wie man die Generation Z erreicht, Werbekennzeichnungen, mit Shit Storms umgehen, Gründung mit dem Partner, (Anti-)Rassismus in sozialen Medien, TikTok, Kind und Karriere vereinbaren, Business Angel finden und so weiter.

Ich freue mich jetzt schon darauf, ein paar Ideen umzusetzen, die mir beim Hören gekommen sind. Zum Beispiel habe ich mir erst gestern einen sevDesk Account eingerichtet, da ich auf der Suche nach genau so einer Software war 😀

Was sind eure Podcast Favoriten?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.