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Warum mein Blog karlathefox.com (zum Glück) keine starke Marke ist

Unter dem Namen Karla the Fox betreibe ich einen gleichnamigen Blog, der sich hauptsächlich mit Glam Rock und Heavy Metal Musik beschäftigt. Es gibt dort Festivalberichte, ein paar Interviews mit den Musikern, Einblicke in die Welt hinter den Kulissen des Musikgeschäfts und noch so einiges mehr.

Die Aussage „und so einiges mehr“ sowie ein näherer Blick auf die Website und die dazugehörigen Social Media Profile zeigen: Karla the Fox ist eindeutig keine klare Marke.

Stattdessen ist das Bild von „Karla“ aka Foxxy eher verwaschen. Ihre Bilder sind Schnappschüsse, oft im Dunkeln mit dem Handy aufgenommen. Sie springt wild zwischen Themen hin und her. Teilt manchmal auch nur Inhalte von anderen. Mal postet sie ganz viel auf einmal, sprudelt quasi über vor Ideen, und dann kommt wieder wochenlang gar nichts. Auch die Qualität der einzelnen Fotos und Inhalte ist sehr unterschiedlich. Noch dazu von „Kundenservice“ keine Spur – wer ihr mit komischen Privatnachrichten oder Anfragen auf die Nerven geht, wird auch mal gnadenlos geblockt.

foxxy_unperfect

Und jetzt gehe ich mit Markenbildung und Social Media Beratung hausieren? #DarfSieDas?!?!

Zur Antwort möchte ich dir eine Gegenfrage stellen: Bist du von Montag bis Sonntag und von morgens in der Frühe bis mitten in der Nacht immer eine klare, eindeutig erfassbare, hochwertige Marke?
Bist du bei allem, was du tust gleich?
Identifizierst dich nur mit ein bis vier Farben, die am besten zusammenpassend auf einer Farbpalette zu finden sind? Befasst du dich immer nur mit einem Thema und schießt in jeder Alltagssituation ausschließlich perfekte, vorzeigbare Fotos?

Die Antwort wird Nein lauten und der Grund dafür ist, dass du eben nicht 24/7 eine geschäftliche Marke bist.

Foxxy ist keine Marke.

Karla the Fox mit Spitzname Foxxy ist eher mein „Username“ im Internet. So wie damals 2007, als man diese Namen wie selbstverständlich in E-Mail-Adressen und Foren genutzt hat. Die Person dahinter war aber immer noch dieselbe, mit all ihren losen Enden und Unklarheiten.

Es hat als ein Pseudonym begonnen, unter dem ich meine Musikrezensionen veröffentlicht habe. Ohne, dass ich dadurch eine Rolle gespielt habe. Ich musste  mich auch nicht dahinter verstecken, ich fand das einfach irgendwie cool.
Zwischenzeitlich habe ich probiert, den Auftritt von Karla zu professionalisieren. Was dabei heraus kam, war, dass ich keinen Spaß mehr mit meinen Freunden auf den Konzerten hatte und ihnen noch dazu ziemlich auf die Nerven fiel.

foxxy_graffiti
Hauptsache, digital die Rechtschreibfehler verbessert …

instagstory_foxxy

Metalheads wollen nicht 20 Minuten posieren, um das beste Licht für den perfekten Instagrampost zu suchen. Ich wiederum möchte ihnen keine Lifestyleprodukte verkaufen oder damit gar Geld verdienen. Kooperationen dieser Art habe ich abgelehnt.
Für ein offizielles Interview verbringt man mehr Zeit damit, auf das OK des Managers zu warten, dass man nun endlich seine 10 Minuten in den Backstagebereich darf, als dass man das Event genießen kann. Man muss Kamera und Mikrofon mit sich schleppen, sie dürfen aber nicht beschädigt oder gestohlen werden. Dadurch sind schon viele Wochenenden ziemlich unentspannt geworden.
Manchmal ist mir all das auch egal und ich mache es trotzdem irgendwie möglich – weil ich in diesem Moment Lust darauf habe. Ich möchte mich aber nie dazu verpflichtet fühlen.

In einem Satz: Das Karla the Fox-Profil bin ich privat, nur dass ich es öffentlich poste.

Und „ich“ – als Sarah, die sonntags in Jogginghosen auf dem Sofa herum lümmelt – bin keine Marke. Diese Sarah möchte frei von allen Brandingregeln sein und einfach nur das mit der Welt teilen, was ihr wichtig ist und ihr gerade in den Sinn kommt. Das kann qualitativ und thematisch auch mal unterschiedlich sein.

kiss_foxxy

Nichtsdestotrotz hat mich die Leidenschaft für starke, klar umrissene Marken nie losgelassen. Und genau deswegen habe ich mich entschieden, mir eine ebensolche Neue aufzubauen und auch anderen dabei zu helfen. Denn das meiste positive Feedback habe ich immer für meinen Schreibstil und die vielen kreativen Ideen erhalten.
Ich weiß, wie es geht. Ich möchte es nur nicht auf meine Freizeit anwenden (müssen).

Danke für Ihre Aufmerksamkeit. Lust, ein bisschen was über Rockmusiker (und anderes Zeug, das ich mag) zu lesen?
Dann schau hier vorbei: https://karlathefox.com

 

 

 

 

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